kreuts.net – die Wahrheit über kreuz.net

 




Lustvolles Entsetzen

 von Dr.phil. Dr.theol. David Berger                                     

 

Gleich vorab sei es bemerkt: Die folgende Glosse fließt nicht aus der Feder eines fanatischen Christentums- oder Kirchenhassers, auch im kirchenpolitischen Spektrum steht er eher im Ruf „konservativ“ zu sein. Dennoch glauben wir zu einem Phänomen nicht schweigen zu dürfen, das in den letzten Jahren verstärkt um sich greift, weil es letztendlich dazu angetan ist, die Außensicht des Katholizismus mehr zu beschmutzen, als dies ein Hans Küng oder ein Karlheinz Deschner je vermochten. Die Rede ist vom Vulgärtraditionalismus 

 

 

Bewusst sollte man nicht undifferenziert vom Traditionalismus generell reden, denn es gibt durchaus auch hochgebildete und besonnene „Traditionalisten“, die einfach die klassische Liturgie und die Lehre der Kirche lieben und an manchem leiden, was in den letzten Jahrzehnten in der Kirche schief gegangen ist. Der Papst ist ihnen immer wieder großzügig entgegengekommen, sie haben dies dankbar angenommen und fühlen sich ansonsten dem toleranten und weltoffenen Geist des Abendlandes sowie unserem demokratischen Rechtssystem verpflichtet.

Oberhand gewinnt jedoch in letzter Zeit die Richtung des Vulgär- oder Stammtischtraditionalismus. Nach dem Vorbild fundamentalistisch-protestantischer Sekten in den USA hat sich dieser Traditionalismus längst von den im Kopieshop erstellten „Traktätchen“, die noch vor Jahren unter solch illustren Titeln wie „Saka-Informationen“, „Una Voce Maria“ oder „Einsicht“ die Runde machten, weitgehend verabschiedet. Er hat das Internet für seine Zwecke entdeckt. In der Internetseite „kreuz.net“ findet diese Entwicklung derzeit ihren Höhepunkt. Wie die billigen Turnschuhe, die man unter Markennamen wie Dadidas oder Niker auf türkischen Touristenmärkten kaufen kann, hat die Seite ihr gesamtes Web-Design zunächst von der damit nicht zu verwechselnden, eine solide journalistische Arbeit betreibenden Nachrichtenagentur „kath-net“ geklaut. Alles begann also schon mit einem Verstoß gegen eines der 10. Gebote … Wie die Produktpiraterie in unseren Geschäften keine Chance hat und sich deshalb am Rande Europas abspielt, so hat sich diese Seite wohlweislich sogleich einen Server in den USA und ein Phantasie-Impressum besorgt, um dem deutschen Rechtssystem, das regelmäßige Mitarbeiter der Seite als „Rechtsholocaust“ beschimpfen, geschickt zu entgehen. Auch an Copyrightrechten für Photographien und anderes Textmaterial zeigt man sich wenig interessiert: publiziert wird – meist entsprechend der Aussageabsicht gekürzt und ausgewählt – was ins Konzept passt …

Doch welches Konzept steht hinter kreuz.net? Vielleicht ließe es sich am ehesten mit dem von Thomas Ruster geprägten Diktum „Wie man Katholik, aber nicht Christ sein kann“ umschreiben. Der Dortmunder Professor hat diese Charakterisierung für Julius Langbehns 1890 erschienenes Werk „Der Rembrandtdeutsche“ gewählt, über das er schreibt: „Es enthielt alle die Ressentiments und Vorurteile, die ein halbgebildeter und zutiefst reaktionärer Mensch des ausgehenden 19. Jahrhunderts gegen die modernen Zeiten haben konnte.“ Besonders falle der mit  „arisch-rassistischen Vorstellungen angereicherte Naturalismus“ und Antisemitismus in diesem Werk auf.

Kreuz.net scheint nun wie die aktualisierte Neuauflage des Rembrandtdeutschen, wobei dieses Werk des 19. Jahrhunderts gegen das Niveau der Neuauflage noch geradezu anspruchsvoll erscheint. Die Juden und Freimaurer wurden als Feindbilder beibehalten, hinzugekommen sind die (interessanterweise nur männlichen!) Homosexuellen, denen man neben der tridentinischen Messe den meisten Raum der Auseinandersetzung widmet: Dabei schwankt man zwischen der Theorie, dass es sich bei der Formen der Diktatur annehmenden „Homo-Unzucht“ um eine schwere Krankheit, die therapierbar ist, handelt; und jener Vorstellung, die davon ausgeht, dass schon die sexuell gleichgeschlechtliche Veranlagung eine der schwersten Sünden überhaupt darstellt. Dass sich beide Theorien widersprechen, scheint man nicht zu sehen. Einig ist man sich mit einigen Muslim-Extremisten jedoch, dass ein verstärkter Konsum von Schweinefleisch, die moderne Erziehung sowie die Europäische Union die Homosexualität fördern und Aids die gerechte Strafe für ein solches Verhalten darstellt.

Freilich scheinen die Macher der Seite in einer pubertären Art und Weise irgendwie zwischen Faszination und Eckel vor der Sache zu schwanken: das zeigen die Details über Sexualpraktiken, in denen man sich genüsslich verbal suhlt, sowie besonders die zahlreichen Photographien, die von spärlich bekleideten Menschen auf den CSD-Umzügen aufgenommen wurden, und gleich als ganze „Photomeile“ jeden der Homo-Unzuchts-Beiträge der „frommen“ Seite schmücken. Die Kommentare unter den Bildern erinnern an jene von zwei alten Damen, die ihr Picknick am Rande eines FKK-Strandes aufgebaut haben, von dort aus alles ganz genau, ausgestattet mit einem Opernglas, betrachten und jedes Detail mit lustvollem Entsetzen kommentieren. Mit jenem moralischen Entsetzen, das jedem Kundigen von dem stillen Leid spricht, nicht an dem Treiben teilhaben zu dürfen. Die Artikel geben jeweils die Vorlage, auf die dann die Leser im Forum Vorschläge posten dürfen: besonders beliebt ist es dabei immer wieder, Polen und den Iran als Musterländer darzustellen – besonders in letzterem wüsste man, was man am besten mit jenen Menschen der Unzucht (egal welchen Alters) macht: unter dem Jubel der Gläubigen an Baukränen aufhängen …

Spätestens an diesem Punkt wird dann sehr deutlich, dass man Katholizismus und Christentum nicht auseinanderdividieren kann, denn auch mit der katholischen Lehre hat dies alles rein gar nichts mehr zu tun. Die uralte, auf Christus selbst zurückgehende katholische Tradition, dass die Sünde zwar zu hassen, der Sünder aber zu lieben ist, wird hier derb mit Füßen getreten. Auch pastoral ist das Vorgehen der Seite fast schon kriminell zu nennen – zurecht hat der hl. Don Bosco bemerkt, dass man mit einem Tropfen Honig mehr Fliegen fängt als mit einem Fass Essig …

Jeder Insider weiß natürlich, dass diese Seite in keiner Weise authentisch katholische Positionen vertritt, aber es wird eben teilweise so wahrgenommen. Deshalb fragt man sich, warum die katholische Kirche in den deutschsprachigen Ländern sich hier nicht mehr bemüht, einem solchen image-schädlichen Projekt Einhalt zu gebieten. Warum lässt sich ein Mann wie Kardinal Schönborn von dieser Seite ohne Widerspruch als „Abtreibungs- und Homo-Kardinal“ bezeichnen? Natürlich wird man ins Feld führen können, dass mit einer solchen Maßnahme dem ganzen Projekt zuviel Ehre und Aufmerksamkeit zuteil würde, man solle einfach warten, bis es sich totgelaufen hat. Doch dafür scheint es jetzt schon zu spät: magisch zieht es alle ideellen Exhibitionisten des Vulgärtraditionalismus an, die ihre radikalen Äußerungen in anderen Organen nicht mehr veröffentlichen können und hier nun auf ein größeres Publikum hoffen. Schon jetzt argumentiert man einfach mit der Größe der Seite, um ihre Wichtigkeit zu dokumentieren. So schrieb mir ein Pfarrer des Bistums Aachen, den ich auf die Verlinkung von kreuz.net auf einer von ihm mitbetreuten Seite aufmerksam gemacht hatte, mit dem Hinweis, dass dort Leute wie ein „Pater“ Lingen, der Sedisvakantist ist, publiziert: „Unabhängig davon, dass kreuz.net natürlich eher mir dem Image der Bildzeitung kompatibel ist als mit dem der F.A.Z., die Seiten werden gelesen. Und auch ungeachtet von manchen Abseitigkeiten in Berichten und Leserkommentaren, die Verbreitung vieler wichtiger Kritikmomente wird dort ungebremst an den Leser gebracht - auch in vatikanischen Büros, von denen ich weiß, dass in ihnen morgens erst einmal nach dem Öffnen der Fensterschläge bei kreuz.net nachgeschaut wird, was es Neues gibt.“ – Wer die kurialen Mitarbeiter kennt, weiß, dass man dort Humor hat und kann zwar die wohl von kreuz.net bewusst in Umlauf gesetzte Nachricht nicht verifizieren, aber immerhin einschätzen … Die Antwort zeigt aber, dass es Zeit ist zu handeln!

Der Verfasser der Glosse ist habilitierter Theologe, korresp. Professor der Päpstlichen Thomasakademie (Vatikan) und Herausgeber des Internationalen thomistischen Jahrbuchs „Doctor Angelicus“ (www.doctor-angelicus.de)

 

Weitere Artikel zum Thema:

Dr. Lindemann
Ein Fall für den Psychiater?

ein kreuz.net Mitarbeiter:
Dr. Lindemann droht Dr. Berger Gewalt an

 

 

 

Trackbacks & Pings

  1. kreuts.net am 30 Aug 2007 um 1:15 pm

    […] "Vor etwa drei Monaten hat unser Herausgeber, Dr.Dr.David Berger, eine Glosse über den „Vulgärtraditionalismus“ im Organ einer Nachrichtenagentur veröffentlicht. Es war seine Absicht, die Tradition der Kirche gegen Versuche ihres Missbrauchs und ihrer Missdeutung zu verteidigen. Diese Glosse hat im Internet-Bereich zu teilweise heftigen und widerlichen Angriffen gegen seine Ausführungen und sogar gegen seine Person, ja geradezu zu einer Schlammschlacht geführt. In einem weiteren Fall sollte er gerichtlich gezwungen werden, einen Aufsatz eines freien Mitarbeiters aufzunehmen. Das Gericht hat diese Klage erwartungsgemäß  abgewiesen und dem Kläger die Kosten des Verfahrens übertragen. Der Vorstand hat, soweit das möglich war, die Vorgänge geprüft und sieht keine Veranlassung, dem Herausgeber das Vertrauen zu entziehen. Im Gegenteil: er bekräftigt sein Vertrauen. Er dankt den treuen Lesern von THEOLOGISCHES und darf erfreut feststellen, dass die Kampagne gegen den Herausgeber lediglich zu einer einzigen Abbestellung geführt hat. Die Unterscheidung der Geister bleibt in der Kirche gefragt. Auch diesem Ziel ist THEOLOGISCHES mit seinem Herausgeber verpflichtet." […]

Kommentare

  1. Hallo Leute,

    es tut uns wirklich leid dass wir das sagen müssen,
    aber leider sind bei unserem erneuten Serverumzug die Kommentare zu diesem Beitrag abhanden gekommen.

    Falls es Euch nichts aussmacht, könnt Ihr vielleicht so lieb sein und nocheinmal Euren Kommentar hier schreiben.
    So sorry.

  2. Ersteinmal vielen Dank an
    Dr.phil. Dr.theol. David Berger
    für diesen Beitrag!

  3. Auch im Namen des Moderatorenteams ein herzliches Willkommen bei kreuts.net!

    Ob das mit der Selbstauflösung des accounts so stimmt, sei dahingestellt. Geht man bei kreuz.net die Lesernamen durch, so findet man zahlreiche seit langem inaktive Leser, deren accounts weder gelöscht noch gesperrt wurden.

    Allerdings kann es auch nicht schaden, ihn zu behalten. Es ist im Zweifelsfall immer besser, einen Zugang zu haben, den man nicht braucht, als einen zu brauchen, den man nicht hat.

    Vor allem, was -wie wir nicht hoffen wollen- den bestehenden Fakeaccount auf Ihren Namen betrifft.

    Liebe Grüße!

  4. Hinweis: Das Geschmiere von “editor” habe ich bereits dem Administrator gemeldet und zur Löschung vorgeschlagen. Herr Kovacs findet die Konsequenzen seiner Spammerei unter dem anderen Schwachsinn, den er heute gepostet hat.

    Tut mir leid, DDr.Berger, aber dieser sedisvakantistische Schmierer ist aufdringlicher als eine Filzlaus. Uns ist klar, daß das nichts mit Ihrer Glosse zu tun hat!

  5. hallo santodomingo,

    mach Sie sich bitte wegen mir keine Gedanken. Ich kenne die Sedisvakantisten und ihre abstrusen Thesen seit vielen Jahren … Sie führen einen ewigen Monolog, steigern sich so in wirreste Theorien und landen schließlich dort, wo P. Lingen gelandet ist … Im Grunde genommen sind es arme Teufel, die professionelle Hilfe bräuchten …

  6. Sehr geehrter Herr Dr. Berger,
    ich habe mich selten so über Aussagen über kreuz.net amüsiert, wie in ihrer Glosse.
    Sie treffen den Nagel sehr gut auf den Kopf. Und da ist es schon Schade, daß kreuz.net nicht von wahren Gläubigen gestaltet wird, sondern von Sedisvakantisten, Götzendienern und anderen Geschmeiß, daß sich dabei dann auch noch groß katholisch nennt.
    Das dort eindeutig ein homophobes Problem vorzuliegen scheint, vermute ich schon seit längerem. Gibt es nicht Therapien gegen so etwas? *lach*

  7. Noch ein schönes Beispiel für kreuz.net-Recherche:

    http://www.kreuz.net/article.5238.html

    Da behaupten sie, ich wäre der Betreiber von kreuts.net… Blödsinn pur. Ich bin schlicht und einfach einer der Moderatoren im Forum - und zufällig kein “Homo-Ideologe”, sondern hetero.

    Liebe Grüße!

  8. Hallo Arkanum!

    tja.

    So dumm kann kreuz.net sein!

    Aber auf Dich haben sie eh ein Auge. Vielleicht deshalb.

  9. Die können sogar noch dümmer sein! Ein Beispiel:

    “Homo-Freund und Kirchenfeind Arkanum ist über seinen Beitrag hocherfreut:
    ‘Auch im Namen des Moderatorenteams ein herzliches Willkommen bei kreuts.net!’ schreibt er seinem alten Bekannten Lindenmann in einem Posting.”

    Nochmals Schwachsinn pur. Weder ist Dr.Dr.Berger ein alter Bekannter von mir noch steht ein einziges Wort über Lindenmann in meinem Posting. Steht ja gleich oben, zum Nachlesen.

  10. tja.

    Einfach mal lügen was das Zeug hält.

    Das kennt man ja von kreuz.net.

    zum Kotzen!

  11. Die Nattern sind nicht nur verlogen, sondern auch noch zu feige hier Ihre dummen Kommentare zu schreiben.

    “Im übrigen veröffentlicht Arkanum private Daten von Lesern, die sich bei ihm anmelden.”

    Unverschämt!
    Lügen rotznäsig daher.

    Im Übrigen, verehrte kreuz.net Gemeinde,
    es meldet sich niemand bei “ihm” an,
    sondern bei mir!

  12. Außerdem, Dr.Dr.Berger als “sodothomistischen Theologen” zu beschimpfen ist wohl das Hinterletzte. Naja, die stehen wohl mit dem Rücken zur Wand… leider habe ich seine Mailadresse nicht, aber er wird’s sicher erfahren.

  13. Kreuz.net wird auf jeden fall von Sympathisanten der FFSX betrieben leider vom extrem rechten Flügel, der ürigens auch sehr stark in Frankreich vertreten ist. Der Artikel von Dr.phil. Dr.theol. David Berger beschreibt die Vorgehensweise äußerst scharfsinnig und korrekt. Leider zieht nur der Vergleich mit den alten Frauen nicht. Jene hätten ihre Kinder schon groß gezogen. Was man von vielen FSSPXlern leider nicht sagen kann. Sie geben ihr oft krankes Gedankengut weiter und vergiften so weitere Generationen…

  14. @Arkanum
    Er hat es schon von mir erfahren!

    @Droege
    “Der Artikel von Dr.phil. Dr.theol. David Berger beschreibt die Vorgehensweise äußerst scharfsinnig und korrekt”

    Ganz meine Meinung!

  15. mir gefällt, was Herr Berger geschrieben hat!
    Und er trifft den Nagel auf den Kopf!
    Ich weiß gar nicht warum kreuz.net so einen Theater veranstaltet?
    Fühlen die sich angegriffen?
    Scheint so. sonst würden sie nicht so toben.

  16. Ja, christ - die fühlen sich angegriffen, und getroffen! Vor allem der bekennende Ernst-Zündel-Fan “Athanasius”, der sich einbildet, ich sei der Verfasser dieses Artikels: http://sekteninfo-bayern.de/Lefebre.htm

    Es könnte gut sein, daß er tatsächlich (wie Leser Lindenmann vermutet) Jens Mersch von der “Kirchlichen Umschau” ist.

  17. Aber würde sich Herr Mersch so gehen lassen (Hitlergruß usw.)? Er ist immer so nett zu mir: da kann ich mir das gar nicht vorstellen, dass er dort, wo er “Athanasius” heißt, solche obskuren und bösartigen Dinge von sich gibt.

  18. Hitlergruß usw….au man….wa sind das für Leute?
    ich geh grad kotzen!

  19. Wie gesagt, ich kenne ihn nicht persönlich. Tatsache bleibt allerdings, daß niemand dem kreuz.net-Leser Loyola widersprochen hat, nachdem er Athanasius ganz offen mit Jens Mersch angeredet hatte: http://www.kreuts.net/forum/index.php?topic=236.0

    Eventuell wollen Sie sich mit Lindenmann in Verbindung setzen? Er kennt sich mit der Thematik weit besser aus als ich.

  20. Lindemann hat mir bereits interessante und sehr überzeugende Informationen zukommen lassen, die mich sehr erschüttert haben. Erstaunlich, wie man sich in Menschen täuschen kann. Ich halte allerdings von einer Anzeige bezüglich Hitlergruß, die in Planung zu sein scheint, nichts, in Wirklichkeit ist er arm dran …

  21. Stimmt, man kann sich gewaltig in einem Menschen täuschen… aber wenn ich die Postings oben vergleiche, und Lindenmann hatte die Situation anders eingeschätzt als Sie, dann können Sie kaum (wie von kreuz.net behauptet) Lindenmann sein!

    Unabhängig davon, wer sich hinter “Athanasius” verbirgt…

  22. Lach … das war der lustigste Abschnitt in dem Artikel. Mir wurde auch schon unterstellt, ich sei “M. Kirschbaum” oder “thomisticus” bei kreuz.net - viel Phantasie von Leuten mit wenig detektivischem Spürsinn - jetzt auch wieder, ich sei “doctor_angelicus” bei wikipedia. Ich habe mir mal durchgelesen, was “doctor_angelicus” dort so schreibt und muss schon sagen: der wäre schockiert, wenn man ihn für david berger halten würde … einfach mal anfragen!

  23. (lol) - und ich soll laut “Athanasius” der Webmaster von Sekteninfo Bayern und der Inhaber sämtlicher Accounts schwuler kreuz.net-Leser (da gibt es über 100) sein. Vermutlich mit 20 Armen und einer Transportvorrichtung, die mir erlaubt, innerhalb einer Minute erst aus Rostock und dann aus Wiesbaden zu posten, um ein Beispiel zu geben.

    (Bin weder besagter Webmaster noch schwul, das nur am Rande bemerkt - und habe mir gerade seinen nächsten Hitlergruß eingefangen. Wahrscheinlich hat sie der Ärmste wirklich nicht mehr alle!)

  24. Was haben wir denn da? ;)
    www.kreuzforum.net/showthread.php?pid=16396

    LG Jasmina

  25. Also für kreuz-netter ist jeder schwul, der nicht ihre Ansicht vertritt (bis hin zum Homo-Kardinal) … da würde ich mir keine Gedanken machen. Wer wissen will, wie die drauf kommen, soll einfach mal das lustige Parallelforum anschaun, da werden z.Zt. Photos von mir analysiert und daraus erkannt, dass ich schwul sein muss …
    Aber auch der Logik bedient man sich dort auf exzellente Weise: Außerdem bin ich ja unverheiratet und kein Priester, da kann ich eigentlich nur schwul sein …
    Gut dass die nicht wissen, dass ich auch einen Hund habe (bei dem originellen Titel ihres Artikels!)

  26. Hallo Jasmina,

    au weia…das gibts doch nicht!

    Tja Herr Beger…Fotoanalyse. Die Typen sollten besser in einer der Tarot-Sendungen auftreten, wo man anrufen kann und die einem die Zukunft voraussagen.
    Iss doch Super…Foto-Hellseher….au Backe!

  27. Hallo Herr Dr.Berger,

    “Athanasius” ist nicht Jens Mersch, sondern ein junger, niederländischer VWL-Student aus Eindhoven.

    Übrigens hat bei “Kreuz.net” ein gewisser Karl Murx behauptet, Sie seien schwul.

  28. […]Die Juden und Freimaurer wurden als Feindbilder beibehalten, hinzugekommen sind die (interessanterweise nur männlichen!) Homosexuellen, denen man neben der tridentinischen Messe den meisten Raum der Auseinandersetzung widmet:[…]

    Die Tatsache, dass sich unsere lieben Freunde vom Kreuz.net nur den männlichen Homosexuellen widmen, kann mich mir nur so erklären, dass sie, auch hier, in schönen alten Zeiten verharrt sind: Es gab in langen katholisch/krichlich/patriachal geprägten Epochen keine Lesben, weil Frauen keine eigene Sexualität zugebilligt/zugeschrieben wurde. Besonders krass (natürlich) im viktorianischen England, einer Epoche, die so komplett sexualisiert war, dass man die Tischbeine verhüllte, weil sie an Frauenbeine erinnern könnten.
    In viktorianischen Romanen geschilderte Frauenfreundschaften (sehr beispielhaft “Bleak House” von Dickens und “Woman In White” von Collins) sind teilweise dermassen intensiv geschildert, dass man sich wundert, warum sich die Damen sich überhaupt noch nach einem Mann umschauen. Collins und Dickens wären nicht im Traume auf die Idee gekommen, dass beispielsweise Esther und Ada und ihre große Liebe zwischen den Laken hätten fortsetzen können, das gab es nicht.
    Frauen hatten keine eigene Sexualität, und das liegt in meinen Augen darin begründet, dass eine Frau mit eigener Sexualität für manche Menschen/Epochen/Geistesrichtungen etwas zu bedrohlich rüberkommt.
    Und das bestätigt auch meine Meinung über die ganzen misogynen Poster bei Kreuz.net: Sie haben schlicht und ergreifend Angst vor Frauen, und “entwaffnen” sie deshalb, degradieren sie zu Gebärmaschinen, die ggf. vergewaltigt werden müssen (Matt), und dem Manne untertan zu sein haben. Anders können die angstzerfressenen Seelen von Kreuz.net Frauen nicht ertragen.

  29. Sehr geehrter Herr Dr. Berger,

    wie sehr kann ich Ihre Klagen über den Vulgärtraditionalismus verstehen. Ich verstehe aber nicht, inwiefern “Kreuz.net” überhaupt satisfaktionsfähig ist, wenn man mal Ihr Niveau veranschlagt. Statt über den Vulgärtraditionalismus von allen Seiten zu klagen, sollten doch von Ihrer Seite echte theologische Argumente kommen, die ebenfalls theologisch interessierte Gesprächspartner anziehen können.

    Was halten Sie z.B. davon, wenn Sie uns mal die Christologie und Pneumatologie der neuen Form der Bischofsweihe nach Paul VI. erklären und zwar im Hinblick auf die Lehren des Kompendiums des KKK (N°47), “Dominum et Vivificantem” und Dörmanns Kritik dazu (Seiten 89 - 139, Trinitarische Trilogie II/3), der Lima-Liturgie (Apotheose Jesu in der Taufe zum Messias), der Theologie Jürgen Moltmanns (spirituque anstelle von filioque).

    Interessant sind auf diesem Hintergrund auch der Kanon 9 des Ephesianums, die Canones 5 und 12 des II. Konzils von Konstantinopel und auch die Lehren des 11. Konzils von Toledo (der Hl.Geist geht nicht vom Vater zum Sohne aus).

    Leider gibt es nur eine französische Seite, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigt:

    http://www.rore-sanctifica.org/

    Das würde doch in etwa ihrem Niveau entsprechen, oder?

  30. Du lieber Himmel, Herr Murx…drehen Sie jetzt durch?
    Ich muß gestehen, ich verstehe nicht ein Wort von dem was Sie da schreiben. Sie denn?
    Mannoman…habt Ihr Probleme…echt!

  31. Entscheidend ist, daß es Berger versteht.

    Wenn man in Google den Suchbegriff “spirituque” eingibt, dann findet man massig Einträge zu der Frage, ob der Sohn vom Vater und dem Hl. Geist ausgehe (a Patre Sprituque), was eine echt gnostische, geradezu priszillianische Konzeption darstellt. Neben Jürgen Moltmann macht sich ja auch Jürgen Kuhlmann stark dafür.

    Laut Moltmann, der aus kabbalistischen Ideen schöpft, ist der Geist das Prinzip des Weiblichen in Gott. Ein Buch von ihm trägt den Titel “Dieu, homme et femme”.

    Da Moltmann keinen klaren Begriff von der hypostatischen Union hat und somit auch nicht von der Gratia Unionis, sieht er auf der Basis der Synoptiker Jesus durch den Geist gesendet und bestimmt. Der Sohn ist nach ihm vom Vater und vom Geist gesandt, was er wohl auch “ad intra” annimmt. Ein Filioque hat nach Moltmann erst ab der Auferstehung einen Sinn und ist eigentlich überflüssig.

    Ich kann nur feststellen, daß der KKK und sein Kompendium aus dem Jahre 2006 den Forderungen Moltmanns hinsichtlich der Christologie und Pneumatologie weitgehend nachgekommen sind.

    Ich behaupte nun, daß sich bereits im Ritus der neuen Bischofsweihe dieses Konzept findet. Eine Entsprechung zu den koptischen und westsyrischen Riten existiert hier nicht, auch wenn das immer behauptet wird. In keinem koptischen Weiheritus ist zu finden, daß der Heilige Geist vom Vater zum Sohn ausgehe. Auch in der westsyrischen Patriarcheninthronisierung, die doch angebliches Vorbild für den Ritus von Paul VI. sein soll, findet sich das nicht.

    Um diesen Eindruck herzustellen, bedurfte es eines Fehlzitates aus der Feder von Dom Cagin, der anscheinend bewußt einen Text von Denzingers Buch (Ritus Oriental., Band 2, Seite 220), bereits im jahre 1919 verfälscht verbreitet hatte. Dom Cagin ersetzt in seinem Fehlzitat das Relativpronomen “quam” durch ein “quem”. Dadurch entstand ein anderer Bezug und ein anderer Sinn.

    Der Ursprung des dieser Fälschung liegt in einem bewußten Mißverstehen des syrischen Textes. Denn Modernisten zufolge muß ja der Hl. Geist ein weibliches Wesen sein, weil ja auch “ruah” weiblich ist. Nun kommt aber in der rechtgläubigen syrischen Literatur, in der Liturgie und in der Peshitta-Bibel, das syrische Wort “ruho” in der maskulinen Transkription vor, sofern es sich um die Person de Heiligen Geistes handelt. Das ist von Dom Cagin mißachtet worden und auch von Dom Botte und Joseph Le Cuyer.

    Natürlich ist der Hl.Geist kein männliches Wesen, aber eine heidnische Antithese aus männlichen und weiblichen Prinzipien ist eben gegen die Offenbarung. Aus diesem Grunde erscheint der Heilige Geist z.B. auch im westsyrischen Credo in männlicher Form: “ruho…haw d-men Abo nopheq - Spiritum ….qui ex Patre procedit”.

    Die gnostische Stilisierung des Hl. Geistes als “Mutter” des Sohnes ist in der Theologie der USA bereist sehr weit fortgeschritten und einem “Spirituque” wird das Wort geredet. Solche Diskussionen finden unter sogenannten Katholiken statt, aber auch im größten lutherischen Blog der USA mit Berufung auf Moltmann.

    Im alten LTHK kann man unter dem Stichwort “Priszillian” nachlesen, daß unter anderem das 11. Konzil von Toledo gegen die Lehre des Gnostikers gerichtet war. Wie es scheint, stehet die Lehre des Filioque in Spanien im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Gnosis. Das Konzil von Toledo lehrt, daß der Hl. Geist nicht vom Vater zum Sohn ausgehe.

    Das aber lehrt das Kompendium des KKK, die neue Form der Bischofsweihe auch und die Ideen Moltmanns trifft man ebenso in der Lima-Liturgie von Max Thurian an.

  32. na…wenigstens ist das Niveau hier ein anderes. Auch wenn ich nichts verstehe von dem was Sie da erzählen Herr Murx.
    Aber Sie wollen es wirklich wissen, hm?!
    Na was solls…ich guck nochmal bei kreuz.net vorbei :-)

  33. Empfehlung: Jasminas Link www.kreuzforum.net/showthread.php?pid=16396 immer wieder ‘mal folgen. Der Thread im Kreuzforum wächst und wächst. Bürgerkrieg in der “häresiefreien Zone”? Tradiland will ich’s bewußt nicht nennen, ungeachtet der von dort gelegentlich ertönenden Mißklänge gibt’s da auch ganz vernünftige Leute. Athanasius und Aurelius in einen Topf zu schmeißen wäre mehr als nur kontraproduktiv, das als ein Beispiel von vielen.

  34. David Berger IST ein fanatischer Christentum- und Kirchenhasser. Seine Kritikfähigkeit (resp. dessen komplettes Fehlen) zeigt sich u.a. daran, dass er es vorzieht, zu den KzM-Texten über ihn gar keine Stellung zu nehmen (außer, dass er es “immer so lustig findet”), und meine Adresse zu blockieren.
    V2-Sektierer sind nun mal nicht dialogfähig, für sie ist ein Mitreden in der Kirche apodiktisch ausgeschlossen.
    Ach ja, KzM ist (noch) nicht gekapert, es ist nur mal wieder der Crosswinds-Server ausgefallen, derzeit leider schon seit ca. 40 Stunden. Also bitte nicht zu früh jubeln!

  35. Der Crosswind-Server von KzM ist ausgefallen! Ohje! Wie sollen das die katholische Kirche ertragen, wie die abendländische Kultur weiterleben ohne die luziden Ausführungen dieser Seiten? Wir alle sind ratlos und bestürmen den Himmel, dass der Server möglichst schnell wieder funktionieren möge!

  36. Die “wahre katholische Kirche” (lol) ist gerettet!

    KzM läuft wieder.

    Uff…!

  37. puh..na Gott sei Dank!

  38. Jetzt ist Schluß mit dem Gespamme.

    Jeder weitere Kommentar muß von einem Moderator freigeschaltet werden!

    Schade, aber leider gibt es offensichtlich dermaßen gestörte und Hohlbirnen, die belästigende Spammerei lustig finden.

    Beste Grüße.

  39. Eine ausgezeichnete Idee.

    Ich habe immer wieder mal Werbespam stillschweigend gelöscht, aber vorbeugen ist besser als heilen.

  40. danke! :-)

    mich würde mal interessieren, was bei solchen leuten im kopf vorgeht und was sie sich davon versprechen.
    bessere geschäfte?
    oder steckt womöglich unser grieche (indirekt) dahinter?
    egal. jetzt hat es sich eh erledigt.

  41. Eher unwahrscheinlich, daß dieses Zeug von editor kam. Das, was ich entfernt habe, sah mir eher nach automatisierten Postings durch Spambots aus.

  42. ja.
    ich denke, die versuchen auf diese Art ihren Pagerank zu verbessern

  43. Hallo, Herr Dr. Berger,

    auch von mir, leider etwas verspätet, einen herzlichen Dank für Ihre scharfsinnige Analyse zu kreuz-net.

    Den Murx, den Herr Murx zum Thema Bischofsweihe absondert, kann man doch nur als Provokation bezeichnen. Und das ich hier den leider noch immer erkrankten Herrn Lingen entdecke, hätte ich nicht vermutet.

  44. Entweder Sie sind ein Theologe oder ein Philosoph? Mat.3:57., Mat18:9., Kol.2:8;
    Ausrottung, Volkermord, Rassismus, Anti-
    semitismus, Vandalismus, Sklaverei, Kan-
    nibalismus, Intoleranz, Militarismus u.
    solche Strategie, sind biblische Werte!
    Fur solche grausame Wahrheiten muss man
    nicht unbedingt die Theologie studieren!

  45. wie gelangt eigentlich ein solcher idiot an in die thomistenvereinigung? nicht zu glauben, was für irre sich bei den theologen so herumtreiben.

  46. ohohoho….. gern würde den adretten David berger ein bißchen trösten. den katholischen Bonzen sind gemein und homophob

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